Regen bringt Segen (für die Gemeindekasse): hohe Abwasser-Gebühren

Regenwasser ist wie Geld, das im wahrsten Sinne des Wortes „den Bach runter geht“. Bisher wurde Regenwasser von Dach- und Hofflächen meist in die Kanalisation eingeleitet. Hierfür werden heute Gebühren in verschiedener, oft empfindlicher Höhe erhoben.

Regenwasser-Versickerung: Ihr Vorteil zum Geld sparen!

Vorteil 1: Gebühreneinsparung

Im selben Maß, wie der Grad der Bodenversiegelung durch Neubau von Straßen, Hofflächen und Gebäuden anwächst, wächst auch die Belastung der öffentlichen Kanalisation durch die zusätzlich anfallenden Regenmengen. Notwendige Erweiterungsmaßnahmen verursachen hohe Kosten, die über die Regenwasser-Ableitungsgebühren an die Grundstückseigentümer weitergeleitet werden. In Braunschweig z. B. beträgt diese Gebühr EUR 0,617, in anderen Gebieten bis zu EUR 1,50 pro m² befestigter Fläche im Jahr, bei steigender Tendenz. Diese Kosten können durch eine Versickerung des Regenwassers vermieden werden.

Vorteil 2: Ökologie und Umwelt

Regenwasser wird durch Ableitung in die Kanalisation dem natürlichen Wasserkreislauf entzogen. In vielen Gebieten Deutschlands sinkt daher der Grundwasserspiegel. Hieraus können u. a. großflächige Schädigungen der Vegetation entstehen. Durch Versickerung wird die Grundwasser-Neubildung gefördert.

Voraussetzungen:
Ob eine Regenwasser-Versickerung in Frage kommt und welches Konzept man wählt, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Lage des Grundstücks
  • Topographie
  • Bodenkennwerte
  • Art und Maß der Schadstoffbelastung des Wassers und des
    Bodens
  • Höhe des maximalen Grundwasserstandes, Größe des
    Grundstückes
  • Lage des Gebäudes auf dem Grundstück
  • Gesetzliche Vorschriften
  • Kombination mit einer Anlage zur Regenwasser-Nutzung.

Auf jeden Fall müssen Versickerungsanlagen von qualifizierten Fachleuten geplant und errichtet werden, um den Anforderungen des Gewässerschutzes zu genügen, Schäden zu vermeiden und die langfristige Funktionstüchtigkeit der Anlagen sicherzustellen. Auch hier hat GROTE die entsprechenden Experten.

Alternativen:
Ist eine Versickerung nicht möglich oder nicht zulässig, kann oftmals ein Großteil der Gebühren dadurch eingespart werden, dass das Regenwasser auf dem Grundstück zwischengespeichert und zeitverzögert an die Kanalisation abgegeben wird.

Zwischengelagertes Regenwasser kann aber auch, durch Filter gereinigt, in das Brauchwasser-System eingeleitet werden.

Nachträglicher Einbau von Versickerungsanlagen:
Auch bei bereits bestehenden Gebäuden können oftmals nachträglich Versickerungs- oder Rückhalteanlagen installiert werden, um so künftig die Regenwassergebühren zu sparen.

So können Versickerungsanlagen aussehen:

 

 

Schematische Darstellung einer Flächen- und Muldenversickerung

 

Links: Muldenversickerung / Rechts: Einleitstelle

Fazit

Richtig angelegt, sind Versickerungsanlagen eine lohnende Investition.
Die Vorteile im Überblick:

  • Kostengünstig
  • Einfache Wartung/Instandhaltung
  • Attraktive Gestaltung durch Bepflanzung mit Rasen